Unsere stehenden Gewässer

Holzhafen

Holzhafen

Unsere stehenden Gewässer!
Hier angeln wir!

Vom Schiffertor bis zum Kehdinger Tor, heute Parkstraße, auf den Resten des Kehdingertors-Ravelin 1897 angelegt, erhebt sich, auch heute noch sichtbar, eine eckige, steilige und wuchtige Wallanlage. Vom Schweden Dahlberg während der Besatzungszeit im 17. Jahrhundert geplant und vergrössert.

Davor liegt mit seiner stattlichen Wasserfläche der im Volksmund sogenannte Burggraben. Anmutige Parkwege, von Touristen und Stadern gerne zum Spazierengehen aufgesucht, führen um diesen Bereich herum. Es ist ein Teil des Grüngürtels, der sch um die historische Altstadt mit seinen mittelalterlichen Häusern herumzieht. Was im 16. und 17. Jahrhundert noch ein Privileg der Bürgermeister und Ratsherren war, nämlich das Fischen im Burggraben war anderen Bürgern verboten. Es wurde damit begründet, dass beim Fischen die Sicherheit der Festung gefährdet werde, weil dabei die Tiefe des Burggrabens erkundet werden konnte. Heute können alle Mitgliederinnen und Mitglieder des Vereins dort angeln.

Zwischenzeitlich wurde der Burgraben ausgebaggert und es besteht im Durchschnitt eine Wassertiefe von 2 bis 4 Metern. Es sind alle Weißfischarten wie Brachsen, Güstern, Plötzen, Aaland, Rapfen und Zopen vertreten. Auch kapitale Aale, Hechte und Zander finden hier ein gutes Nahrungsangebot.

Horstsee
Unweit von unserem Anglerheim am Alten Schwingearm entfernt liegt der Horstsee, im Volksmund auch Lehmkuhle genannt. Jahrzehnte war hier der rote Ton zum Brennen von Ziegeln entnommen worden, so dass eine riesige Kuhle entstand, die 1921 durch den Anstich einer Wasserader über Nacht voll lief. Loren und die dazu gehörenden Schienen konnten nicht mehr geborgen werden. Das Volumen der Füllmenge dieses so entstandenen Gewässers entspricht ungefähr der Gesamtwassermenge der Ober schwinge. Durchschnittstiefe im hinteren Teil, Westseite, 4 5 Meter. Im vorderen Teil bis zu 9 Meter. Die Oberfläche dieses Horstsees beträgt 3.75 Hektar. Gesundheitsfördernd für Spaziergänger und Jogger sind es auf- und absteigend 640 Meter Wander weg. An der Futterstelle kann man auch heute noch den gemauerten Durchgang zur ehemaligen Ziegelei auf dem Gelände des VfL Sportplatzes sehen. 1922 übernahm es der Sportverein. Die gebrannten Ziegel wurden hier über die Schwinge verschifft.
Sehr schnell entwickelten sich nach dem Volllaufen der Lehmkuhle in dem klaren Wasser eine Vielzahl von Lebewesen. Von den Kieselalgen bis hin zu den für uns interessanten Fischen. Besonders der Barsch hatte sich zuerst explosionsartig vermehrt, wie es meistens in so künstlich entstandenen Gewässern der Fall ist. Heute ist sein Bestand in der Hauptsache verbuttet, das heißt, sie werden nicht mehr groß. Dafür ist aber ein artenreicher Fischbestand entstanden, der auch für den Spaziergänger sichtbar seinen Anteil in diesem einmaligen Biotop hat. Man hat auch in der Vergangenheit immer versucht, maßvoll mit diesem Kleinod umzugehen. So war es auch in den ersten Fischereipachtverträgen mit der Stadt Stade vorgeschrieben, dass nur 8 Angelplätze ausgewiesen wurden. In den achtziger Jahren kam eine heftige Diskussion darüber auf, in welcher Weise man den Horstsee am besten gesunderhalten würde. Wir vertreten die wissenschaftlich fundierte Ansicht, dass ein besserer Lichteinfall und eine bessere Durchlüftung des Wasserkörpers dem See am besten bekommen würden. Umgesetzt heißt es: Der große Baumbestand musste gelichtet werden. Das hat man bis heute seitens der Stadt getan. Der Erfolg dieser Maßnahme ist offensichtlich. Der Uferbewuchs hat sich verbessert. Wir haben ebenso wie die Männer vom Bauhof Rohrkolben, Iris, Kalmus und viele andere Pflanzenarten angepflanzt. Auch die Unterwasserpflanzen wie das Laichkraut, Wasserpest usw. fühlen sich wieder wohl. Das kommt auch den Fischen zugute. Karpfen, Schleien, Plötze, Brachsen, Alande, Aale, Zander und Hechte tummeln sich im Horstsee. Das Gewässer ist schwer zu beangeln. Morgens und abends sind hier die besten Fangzeiten. Deshalb sind es auch nicht viele Angler, die sich die Mühe machen, den Lebensraum der Lehmkuhle zu verstehen. Das nicht leicht begehbare Ufer und die Wassertiefen verlangen dem Angler viel ab.
Wir werden als Stader Anglerverein daran mitarbeiten, dass der Horstsee für unsere Bürger als Erholungsgebiet erhalten bleibt.

Fischteich, Quellteich "Am Schwarzen Berg"
Schon in den frühen 50er Jahren hat sich der Stader Anglerverein bemüht, die damals noch vorhandenen zwei Quellteiche vom Unrat der vergangenen Jahrzehnte zu säubern und ein ökologisch intaktes Ästuar herzustellen. Der obere Quellteich ist heute zugeschüttet und von der Post bebaut. Im Jahre 1950 wurden diese beiden Gewässer von der Stadt an unseren Verein mitverpachtet und von uns mit Karpfen, Schleien und Hechten besetzt. Als Optik für die Stader Bürger wurden 15 Goldorfen eingesetzt. Ein Befischen war in den ersten Jahren nicht zugelassen.Nun zur Historie dieser beiden Teichanlagen. Bereits 1737 wurden diese erwähnt. Die Chronik spricht von den Steffen'schen Fischteichen. Damals baute die Militärverwaltung von den Teichen eine unterirdische hölzerne Wasserleitung die Chaussee entlang zur Stadt. Die Leitung bestand aus ausgehöhlten Baumstämmen, die an den Enden angespitzt ineinander gefügt waren. Den städtischen Bürgern wurde die Mitverwaltung gestattet. Im Jahre 1850 wurde diese Leitung baufällig und laut Entscheid der Kriegskanzlei nicht erneuert. Darauf erwarb die Stadt die Anlage für 16500 Taler. Die hölzerne Leitung wurde durch Eisenrohre ersetzt. Seit dem Jahre 1884 traten die Ouellteiche durch die Einrichtung des Wasserwerkes auf dem Hohenwedel als Wasserversorgung außer Tätigkeit. Bis zum Ersten Weltkrieg nutzte die Brauerei Bergschlößchen die Teiche als Wasserentnahmestelle für die Braukessel. Der Teich heute, von der Stadt zur Bahnseite hin als kleine Parkanlage gestaltet, ist durch herbstlichen Laubeinfall immer wieder vom Sauerstoffmangel bedroht. Selbst die Feuerwehr hat da schon mal durch Wasserumwälzung geholfen. Aber ein Fischbestand hält sich dort. Plötze, Karpfen, Schleie, Hecht, Barsch und Aal haben bei intensiver Hege eine Chance zum Heranwachsen. Heute wird der Teich befischt.

Patjensteich an der Udonenstraße

In einer Senke des Sachsenviertels gelegen ist ein kleiner Teich, der seinen Ursprung ebenso wie der benachbarte Schwabensee als Moorlinse bezeichnet wird. Interessant ist durch eine darauf mit Birken und Erlen bestandene Insel, die nicht fest mit dem Untergrund verbunden und von Zeit zu Zeit auch ihren Standort verändert. Am Ufer dieses Gewässers wachsen Birken, Weiden und Erlen. Ein Rundweg fasst diesen Teich ein. Kleinstfische wie Moderlieschen, Stichlinge und Schlammpeitzger sind hier zu Hause. Angeln kann man auf einen natürlichen Schleienbestand. Auch Weißfische wie Rotfeder und Plötze sind dort. Allerdings fließt auch sehr viel Oberflächenwasser hinein. Es dient als Regenwasserauffangbecken und fließt am Überlauf in die Kanalisation ab. Seit 1971 haben wir den Teich gepachtet.

Horstsee, Tiefen

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