Fischereilehrgang

Teilnehmer Lehrgang 2016 I

Der Stader Anglerverein bietet zweimal jährlich einen Lehrgang zur Erlangung der Fischerprüfung an. Die Fischerprüfung ist in Niedersachsen grundsätzlich die notwendige Voraussetzung für die Ausübung des Angeln und zum Erlangen des behördlichen Fischereischeins. Der Lehrstoff wird in 32 Stunden ( je 60 Minuten ) vermittelt. Unterrichtet wird grundsätzlich immer Sonntags von 14.00 - 18.00 Uhr im Anglerheim. Am Lehrgang kann teilnehmen, wer zur Prüfung 14 Jahre alt ist. Kosten: Erwachsene 130 € und Jugendliche 80 €.
Der nächste Lehrgang beginnt im Frühjahr 2018.

Interessierte können sich noch bis zum 16.09.2017 hier anmelden.

Unterrichtsplan (anklicken)



Fischereiprüfung

Die Sachgebiete der Fischerprüfung

Theoretischer Teil

Allgemeine Fischkunde

Spezielle

Fischkunde mit einheimischen Süßwasserfischen und Meeresfischen

Gewässerkunde

Gerätekunde (Theorie)Natur- Tier- und Umweltschutz

Gesetzeskunde


Praktischer Teil

Gerätekunde (Zusammenstellung und Kenntnisse)

Praktische Handhabung (Handhabung von ausgewählten Ruten)

Erkennen von Fischen und Kenntnisse der gesetzlichen Regelungen


Der Vorbereitungslehrgang

In den Vorbereitungslehrgängen werden alle Sachgebiete der Fischerprüfung unterrichtet. In der Regel ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Fischerprüfung die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang des Landesverbandes, der mindestens 30 Unterrichtsstunden Theorie und eine hinreichende Anzahl von Ausbildungsstunden Praxis umfasst.

Durchführung und Inhalt der Prüfung:

Die Fischerprüfung im LSFV Niedersachsen besteht aus zwei Prüfungsabschnitten:

Praktische Prüfung

Theoretische Prüfung

Die Prüfung ist nicht öffentlich, findet in deutscher Sprache statt und ist für Jugendliche und Erwachsenen gemeinsam.

Vertreter/Beauftragte der Nds. Fischereibehörden können der Prüfung beiwohnen.

Die Fischerprüfung gilt als bestanden, wenn:

1. der Prüfungsteilnehmer im theoretischen Teil, im Zeitrahmen von 60 Minuten, im Prüfungsfragebogen von 60 Fragen aus allen sechs Sachgebieten mindestens 45 Fragen richtig beantwortet hat. Es müssen jedoch in jedem einzelnen Sachgebiet mindestens sechs Fragen richtig beantwortet sein;

2. der Prüfungsteilnehmer im praktischen Teil der Prüfung ausreichend Kenntnisse in den Teilbereichen vorweisen kann. Ausreichend Kenntnisse sind vorhanden, wenn die gestellten Fragen/Aufgaben im praktischen Teil mehrheitlich ohne gravierende Fehler in einem Teilgebiet beantwortet/bearbeitet werden können. Das Prüfungsgespräch erfolgt in Gruppen mit höchstens fünf Prüflingen und soll insgesamt für jeden Prüfling in der Regel nicht länger als 10 Minuten dauern.

Jeder Versuch eines Prüflings, das Prüfungsergebnis durch Täuschung oder Benutzung unzulässiger Hilfsmittel zu beeinflussen, stellt einen Ordnungsverstoß dar, der mit dem unverzüglichen Ausschluss des Prüflings von der Prüfung geahndet werden kann.

Prüfung theoretischer Teil

1. Allgemeine Fischkunde

Äußerer und innerer Aufbau des Fischkörpers, Bedeutung der Sinnesorgane, Fortpflanzung und Laichzeiten, Fischkrankheiten.


2. Spezielle Fischkunde

Unterscheidung der einheimischen Fischarten und der in den Küstengewässern vorkommenden Meeresfischarten, ihre Merkmale und ihre verschiedenen Lebensweisen.


3. Gewässerkunde

Das Wasser als Lebenselement der Fische:

Wasserqualität, Produktionskraft, Sauerstoff- und Temperaturverhältnisse der Fließ- und Stillgewässer. Die Tier- und Pflanzenwelt im und am Wasser. Bedeutung der verschiedenen Gewässertypen und -regionen für die Fischbestände.

Fischhege und Gewässerpflege:

Verhalten bei Feststellung von Fischschädlingen, Fischkrankheiten, Fischsterben und Gewässerverunreinigungen, Behandlung der Fische nach dem Fang, Laich- und Schongebiete, Besatzmaßnahmen, Fangregelungen, Fangstatistik und ihre Bedeutung.

4. Gerätekunde (Theorie)

Grundsätzliche Kenntnisse über den Fischfang mit der Angel:

Erlaubte und nicht erlaubte Fanggeräte und Fangmethoden, richtiges waidgerechtes Zusammenstellen des Angelgerätes für den Fang bestimmter Fischarten des Süßwassers und des Meeres in unseren Gewässern.

Unterrichtung in der praktischen Handhabung der Fischereigeräte.

5. Natur-, Tier- und Umweltschutz

Tierschutzgerechtes Verhalten gegenüber der "Kreatur Fisch", d. h.:

schonende Behandlung und damit Ersparen unnötiger Schmerzen und Leiden,

das Töten von Fischen.

Spezielle Unterweisung bezüglich der Lebensansprüche der Fische und anderer zum Gewässer gehörender Tiere, deren natürliche Lebensgewohnheiten, des Erkennens möglicher Störungen, der Ausübung des waidgerechten Fischfangs, der Möglichkeiten zur Förderung und Erhaltung eines den Gewässern entsprechenden artenreichen Fischbestandes und der im und am Gewässer lebenden anderen Tier- und Pflanzenarten. Sicherstellung des Überlebens unserer heimischen Fischarten durch Schutz, Erhaltung und Wiederherstellung von Gewässer-Biotopen.

6. Gesetzeskunde

Rechtliche Bestimmungen:

NdsFischG, Inhalt des Fischereirechtes, Arten der Fischereiberechtigungen (Eigentum, Pacht, Erlaubnisschein). Vorschriften bei Ausübung des Fischereirechtes (staatlicher Fischereischein, Fischereierlaubnisschein, Schonzeiten, Mindestmaße, Schongebiete, Uferbetretungsrecht, Tag- und Nachtfischerei, Gemeingebrauch am Wasser, verbotene Befischungsmethoden, Strafvorschriften), zuständige Verwaltungsbehörden, Fischereiaufsicht, wichtige Bestimmungen z. B. der Binnenfischereiordnung, Küstenfischereiordnung, des Jagd-, Natur- und Tierschutzgesetzes.

Prüfung praktischer Teil

1. Gerätekunde (Praxis)

Grundsätzliche Kenntnisse in der Zusammenstellung und Handhabung von waidgerechten Fischereigeräten, Erkennen und Erläutern von Ausrüstung, Zusammenstellen des Angelgerätes für den Fang auf bestimmte Zielfischarten in niedersächsischen Gewässern.



2. Praktische Handhabung (Handhabung von ausgewählten Ruten)

In der praktischen Handhabung ist ein vom Prüfungsausschuss bestimmtes Angelgerät waidgerecht zusammenzubauen und das notwendige Zubehör hinzuzufügen. Die Prüfung kann auf das Zusammenstellen von Teilen des Gerätes beschränkt bleiben, wenn bereits dadurch zur Überzeugung des Prüfungsausschusses der Nachweis der erforderlichen Fähigkeit erbracht wird. Der Prüfungsausschuss kann auch Wurfübungen heranziehen.

(Anm.: Die Wurfübungen innerhalb der praktische Handhabung können bei Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang in der praktischen Ausbildung bereits erfüllt werden.)

3. Erkennen von Fischen und Kenntnisse der gesetzlichen Regelungen

Gegenstand der mündlichen Prüfung ist das Verhalten während der Fischereiausübung, das Erkennen von Fischen, das Versorgen gefangener Fische sowie ausreichende Kenntnisse der einschlägigen Rechtsvorschriften, insbesondere der fischerei-, tierschutz- und umweltschutzrechtlichen Vorschriften

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